Ausstellung: 17 Ziele für Ulm und die Welt

Schon Anfang Dezember hätte sie eigentlich eröffnet werden sollen, nun harrt sie einer Lockerung der Corona-Beschränkungen: Eine Kombi-Ausstellung im m25, die zeigen soll, wo und wie wir als Einzelne aktiv werden können, um die Agenda 2030 umzusetzen.

Die fünf Kernbotschaften der Agenda 2030 lauten:

  1. Die Würde des Menschen steht im Mittelpunkt
  2. Den Planeten schützen
  3. Wohlstand für alle fördern
  4. Frieden fördern
  5. Globale Partnerschaften aufbauen.

Diese Zukunftsthemen gehen uns alle an. Wir entscheiden, ob wir Produkte wie Jeans, Schokolade oder Handys kaufen, die Menschen unter würdigen und fairen Bedingungen hergestellt haben. Wir entscheiden, wie viel Energie wir verbrauchen. Wir entscheiden, wie wir mit den Ressourcen und Schätzen der Natur umgehen. Unser Lebensstil und unsere Art zu wirtschaften haben unmittelbar Folgen – für uns, für andere und für zukünftige Generationen. Wir können alle etwas tun, um unseren Planeten mit seinen natürlichen Lebensgrundlagen für alle Menschen jetzt und in der Zukunft zu erhalten und damit die Agenda 2030 umzusetzen.

Die zweiteilige Ausstellung "Wer existiert, der konsumiert - 17 Ziele für Ulm und die Welt" zeigt die Knackpunkte in unserem Alltag auf, präsentiert Lösungsmöglichkeiten und stellt Ulmer Organisationen und Initiativen vor, die bereits aktiv sind. Wegweiser sollen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sein, enthalten in der Agenda 2030 mit ihren 5 Kernbotschaften. Das Papier wurde am 25. September 2015 in Paris von 193 Staats- und Regierungschefs verabschiedet.

Teil 1 der Ausstellung veranschaulicht die 17 Ziele. Zu jedem Ziel werden Zahlen und Fakten für die globalen Zusammenhänge gezeigt und Tu Du's für die eigene "Agenda" benannt: Beispiele, was der eigene Beitrag zum Klimaschutz sein kann, wie wir faire Standards in der Arbeitswelt unterstützen und im Kampf gegen Hunger und Armut mithelfen können. Zu jedem Ziel stellen sich außerdem Ulmer Initiativen und Organisationen vor, die schon mit der Umsetzung der 17 Ziele angefangen haben. Bei ihnen gibt es Infos, Angebote und Engagement-Möglichkeiten zu den angesprochenen Themen.

Wie ein reflektierter, nachhaltiger Konsum aussehen kann, erfahren wir im Teil 2, der Wanderausstellung „KonsumKompass“. Sie wurde von der Deutschen Bundesumweltstiftung und dem Umweltbundesamt konzipiert und gehört dem Arbeitskreises Eine Welt e.V. Woher kommen nun die alltäglichen Dinge wie ein Handy oder eine Jeans? Wer stellt sie her und unter welchen Bedingungen? Welche Rohstoffe sind dafür notwendig? Welche Dinge nutzen und verbrauchen wir und was brauchen wir davon wirklich?

Das sind nur einige Fragen, denen die BesucherInnen auf den Grund gehen können. In acht Themenbereichen – vom Haushalt über Medien und Kleidung bis hin zu Reisen und Mobilität – können sie an insgesamt 16 Mitmachelementen selbst rätseln, ausprobieren und experimentieren. Dabei lernen sie Labels kennen wie den Blauen Engel oder das Fairtrade-Siegel, aber auch Carsharing, Upcycling und Tausch-Initiativen. Lösungsansätze für eine ressourcenschonende Wirtschaft und das eigene Handeln werden dabei deutlich und laden ein, selbst aktiv zu werden.

Beide Teile der Ausstellung sollen noch in diesem Winter in den ulm stories im m25 (Münsterplatz 25) gezeigt werden. Infos zur Eröffnung werden zeitnah unter ideenwerkstatt-ulm.de veröffentlicht.

Petra Schmitz