Nachhaltig mobil zu den Perlen der Donau

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Nachhaltig mobil zu den Perlen der Donau

Fr. 19.06.2020 - 12:58
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Seit 2019 verfolgt das Donaubüro im Rahmen des nationalen Projekts "Nachhaltige Mobilität für Ulm/Neu-Ulm" das Ziel eines CO2-armen Verkehrs für Einwohner*innen und Tourist*innen. Zum zweiten Mal wurde ein Mobilitätstraining für Personen mit Gästekontakt, wie Rezeptionist*innen, Mitarbeiter*innen der Tourist-Information oder Hoteliers, angeboten. Das Training hat zum Ziel, diese Personen als Mobilitätsberater*innen für einen autofreien Tourismus in der Region fit zu machen.

Den CO2 ärmsten Urlaub verbringt man auf „Balkonien“. Wen aber dennoch das Fernweh packt, kann darauf achten einen möglichst geringen touristischen Klima-Fußabdruck zu hinterlassen. Einen Einfluss darauf hat die An-und Abreise inkl. der Mobilität vor Ort, aber auch Unternehmungen und Ausflüge sowie die Verpflegung und Unterkunft. Der Anteil der Mobilität an den CO2 Emissionen des Tourismus ist dabei mit 76% (UNEP & UNWTO 2007) am höchsten. Vor dem Hintergrund, dass der Tourismus einer der am stärksten wachsenden Wirtschaftszweige weltweit ist, steigt somit auch das touristische Verkehrsaufkommen an. Diese Entwicklungen lassen sich ebenfalls in Ulm/Neu-Ulm beobachten. Im Jahr 2019 zählte die Donaudoppelstadt 967.688 Übernachtungsgästen und verzeichnet damit einen Anstieg von 5,31% im Vergleich zum Vorjahr. Dabei ist der Anteil derer, die mit dem Auto anreisen mit 67% (Stand 2017) ungebrochen hoch. 

Das Donaubüro Ulm/Neu-Ulm hat die Notwendigkeit zur klimafreundlichen Mobilität im Tourismus erkannt und engagiert sich zur Förderung dieser bereits seit mehreren Jahren im Rahmen von (EU-) Projekten. Der besondere Fokus liegt dabei auf dem Donauraum – zum einen eine der vielversprechendsten Tourismusdestinationen Europas, zum anderen besonders schützenswerter Kultur- und Naturraum. Ziel der Projektarbeit mit Partnern entlang der Donau ist die Entwicklung sozial fairer, ökonomisch umsetzbarer, umweltfreundlicher und gesundheitsfördernder Mobilitätsleistungen. 

Ergebnis des vergangenen EU-Projekts Transdanube.Pearls (2017-2019) war die Gründung eines Netzwerks für nachhaltige Mobilität und Tourismus entlang der Donau. Das Danube.Pearls Netzwerk besteht derzeit aus 11 Mitgliedern aus 8 Ländern. Es handelt sich dabei um Destinationen, die eine gemeinsame Vision zur Förderung des sanften Tourismus verfolgen. Jede Einzelne von ihnen wurde auf Grundlage eines Kriterienkatalogs offiziell als „Perle“ und damit als herausragende Destination für nachhaltige Mobilität im Tourismus zertifiziert. Unter www.danube-pearls.com können Sie Ihre Reise zu den Perlen der Donau planen. Die Donaudoppelstadt bildet die erste und bislang einzige deutsche Perle im Netzwerk, vertreten durch die Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH.

Netzwertreffen der Arbeitsgruppe Tourismus und Mobilität im Donaubüro © Donaubüro

Netzwertreffen der Arbeitsgruppe Tourismus und Mobilität im Donaubüro © Donaubüro

Seit August 2019 bis 30.06.2021 verfolgt das Donaubüro im Rahmen des nationalen Projekts „Nachhaltige Mobilität für Ulm/Neu-Ulm“ das Ziel eines CO2 armen Verkehrs für Einwohner*innen und Tourist*innen weiter. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Bereits zum zweiten Mal konnte somit ein Mobilitätstraining für Personen mit Gästekontakt, wie Rezeptionist*innen, Mitarbeiter*innen der Tourist-Information oder Hoteliers, angeboten werden. Das Training hat zum Ziel, diese Personen als Mobilitätsberater*innen für einen autofreien Tourismus in der Region fit zu machen. Des Weiteren veranstaltet das Donaubüro eine Netzwerkreihe zum Thema „Verkehrswende beginnt im Kopf“ und ermöglicht dadurch einen regelmäßigen Austausch für institutionelle Vertreter*innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Interessensverbänden der Bereiche Tourismus und Mobilität. Grundlage der Arbeitsgruppe ist der im Projekt Transdanube.Pearls gemeinsam erarbeitet Tourismus- und Mobilitätsplan mit seinen 16 Maßnahmen für „mehr Mobilität, weniger Verkehr – für uns und unsere Gäste“.

Das Donaubüro versteht sich als "Wasserkraftwerk" interkommunaler Donauprojekte und Kompetenzbringer im Bereich nachhaltige Mobilität und Umweltbildung. Auch Veranstaltungsformate, wie Lesungen und Podiumsdiskussionen sowie das Internationale Donaufest gehören in das Aufgabenspektrum der Eigengesellschaft der Donaudoppelstadt.


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Donaubüro gemeinnützige GmbH
Kronengasse 4/3, 89073 Ulm

www.donaubuero.de/startseite
info@donaubuero.de 

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