Gesellschaft und Soziales

Bundespräsident kürt Ulmer Initiative mit Hauptpreis

Gleich als der Corona-Shutdown angekündigt wurde, hat sich die Ulmerin Isabell Schick hingesetzt und mit einem befreundeten Webdesigner die Plattform www.rettungs-ring.de hochgezogen. In nur zwei Wochen. Denn ihr war sofort klar: Menschen mit psychischen Problemen dürfen jetzt nicht sich selbst überlassen bleiben. Isabell Schick leitet seit Jahren eine Selbsthilfegruppe.

Ein Lieferkettengesetz muss her!

Die Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitnehmerrechten, die Sicherstellung von guten Arbeitsbedingungen und Umweltschutz sind die Grundlage für eine nachhaltige weltweite Entwicklung und ein friedliches und respektvolles Miteinander. Dies gilt auch für globale Lieferketten. Wenige Staaten sind wirtschaftlich so stark international verflochten wie die Deutschland. Die Bundesregierung hat daher von 2016 bis 2020 einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte erarbeitet.

Die FREIWILLIGENCARD wird 20 Jahre alt

Ab dem Jahr 2000 ging die Card, damals noch in grüner Farbe, sozusagen in Betrieb. Mit der Eröffnung der Freiwilligenagentur „engagiert in ulm“ zehn Jahre später änderte sich nicht nur das Erscheinungsbild der Card, sondern es wurde ein neues Ritual der Anerkennung ins Leben gerufen. Der internationale Tag des Ehrenamtes am 5.12. wurde zum offiziellen Datum für eine jährliche Dankeschönveranstaltung für die Freiwilligen, die seitdem von den Kooperationspartner*innen organisiert wird.

Neue Formen, neue Möglichkeiten

Am Anfang stand die Sorge, ob Themen wie Klimaschutz, Energie- und Verkehrswende oder nachhaltige Angebote für Verbraucherinnen und Verbraucher nun untergehen, da die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein einziges Thema gerichtet war. Abgesagte Veranstaltungen, Kontaktbeschränkungen und die Verlagerung vieler Tätigkeiten in die Einsamkeit des Homeoffice haben viele Organisationen als hinderlichen Einschnitt in die Arbeit wahrgenommen.

Ein Zukunftsministerium gastiert

Viele lockte der Container zunächst an, weil er schief auf dem Münsterplatz stand. Das Kollektiv hatte ihn nämlich absichtlich angeschnitten. Juliane Stiegele, Künstlerin und Mitinitiatorin: „So konnte man beim Betreten erproben, wie Schiefheit am eigenen Leib wirkt. Viele haben erstmal gesagt: Huch, da wird mir ja ganz übel!“ Was Juliane Spiegele genau daran spannend findet: „Wir tolerieren mehr die Schiefheit unserer Weltlage, dass die ins Rutschen gekommen ist. Bevor wir uns wehren und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Neustart in eine bessere Welt

Lokale Lieferplattformen, nachbarschaftliche Hilfen, Videokonferenzen, bei manchen mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, das sind Entwicklungen, die sich durch die hinter uns (und sicher auch noch vor uns) liegenden Corona-Maßnahmen ergeben oder verstärkt haben. Was wollen und können wir mitnehmen in eine bessere Zukunft, aus dieser Zeit, die wir am liebsten so schnell wie möglich hinter uns bringen wollen? 

Näher kommen

Es ist ruhig geworden da draußen. Nur die Vögel veranstalten eine Frühjahrsparty. Ob sie trotzdem  wohl merken, dass etwas anders ist? Dass die Menschen nur kleine Runden drehen, nicht weit weg von zuhause, während sie da draußen in aller Freiheit durch die Luft flattern. Wohin sie wollen. Noch nie war ich auf einen Vogel neidisch. Jetzt schon. Noch nie habe ich so intensiv die Natur vor meinem Fenster wahrgenommen wie jetzt - wo ich nicht raus soll.