Gesellschaft und Soziales

Endlich (eine) Oma!

Charlott ist zwei Jahre alt und marschiert selbstbewusst durchs Zimmer, sucht etwas. Gefunden! Mit einem Fell im Schlepptau kehrt sie zu Vera Löffler zurück, deckt sie zu. Die soll jetzt ein Nickerchen machen. Vera Löffler schließt brav die Augen.  Sie beherrscht das Kinderbespaßungsprogramm aus dem Effeff. Immer noch. Obwohl ihre eigenen Kinder schon erwachsen sind. 

Vera Löffler ist ein kostbarer Schatz. Sie hat sich zur Oma machen lassen. Die echten Großeltern von Charlott leben im Norden. 

Jugend aktiv in Ulm: Neue Wege der Mitbestimmung

Wann öffnen die Schulen wieder, wer hilft nächste Woche im Tafelladen aus, welche Botengänge stehen an? Auch im Team von "Jugend aktiv in Ulm" stehen die Zeichen auf Corona. Leonie, Sophi, Anouk, Johannes, Robin und Koordinatorin Nalan haben sich mal eben zu einer Konferenz zusammengeschaltet. Denn Treffen sind nicht möglich in diesen Zeiten. Die bestehenden Arbeitsgruppen sind einem Corona-Krisenrat gewichen, der sich täglich online austauscht. 

Welches Handicap?!

Marc Breuning, 24, zieht schnell Nutella, Marmelade, Bananen und Shampoo übers Band. Während die Hände der Kundin im selben Takt alles in die Einkaufstasche packen, führt sie selbst über den Kopf einer alten Frau mit Rollator ein Gespräch mit der Kundin, die dahinter wartet. Es geht um den Sohn der Einräum-Frau. Stinkfaul sei der, will aber Informatik studieren… Die andere Frau beruhigt, höflichkeitshalber.

Reparieren statt Wegwerfen

Wer das Klima retten und Ressourcen sparen will, fängt am besten beim Konsum an. Haushalts- und Elektrogeräte verschlingen am meisten Rohstoffe und Energie bei der Produktion. Auch das sparsamste Gerät kann seine Vorzüge erst ausspielen, wenn man es lange nutzt. Andererseits sind die Hersteller an Umsatz interessiert und bauen gerne unerfreuliche Sollbruchstellen ein, die dem Leben der Apparate ein vorzeitiges Ende setzen. Geplante Obsoleszenz heißt es neudeutsch.

30 Jahre Kinderrechte

Die Familie gilt als Kernstück unserer Gesellschaft. Kinder sollen behütet im Kreis der Familie aufwachsen. Den Eltern obliegt der individuelle Erziehungsauftrag, ihnen ethische und weltanschauliche Werte zu vermitteln. So steht es in Artikel 6 des Grundgesetzes. Doch was ist, wenn Eltern beispielsweise Impfungen ablehnen, religiösen Sekten angehören oder zu radikalen politischen Vorstellungen neigen? 

Kinderrechte 2.0: Der Umgang mit digitalen Medien

Seit die UN-Kinderrechtskonvention 1989 verabschiedet wurde, hat sich unsere Gesellschaft grundlegend verändert. Trotzdem: Die darin formulierten Kinderrechte gelten uneingeschränkt auch in der digitalen Welt. Bereits im Grundschulalter sind Kinder in den digitalen Medien unterwegs und vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Darauf sollten sie vorbereitet sein. Dies ist eine der Aufgaben von Martina Skipski, der Jugendmedienschutz-Beauftragten der Stadt Ulm.

Der neue Ulmer Gemeinderat stellt sich vor

Der im Mai 2019 gewählte Ulmer Gemeinderat wird nächsten Monat seine Arbeit aufnehmen. Wie in vielen Städten stellen die Grünen erstmals die stärkste Gruppe. Sie erhielten drei zusätzliche Sitze, während CDU und SPD deutlich verloren. Zusammen mit jeweils einer Piratin und einer Linken wird die auf 6 Sitze verkleinerte SPD eine interessante Fraktionsgemeinschaft bilden, ebenso wie die CDU mit der neu gegründeten Liste "ulm für alle". Erstmals wird auch die AfD mit einem Sitz im Gemeinderat vertreten sein.

"Normal" gibt es nicht

Büro mit Aussicht: Oliver Arnold an seinem Arbeitsplatz in der Olgastraße 143,
Bild: T.homas Dombeck

 

Seit 2015 gibt es die Stelle des kommunalen Behindertenbeauftragten. Bei der Stadt Ulm in Gestalt von Oliver Arnold. Der studierte Sozialarbeiter aus Göppingen kümmert sich um die Belange behinderter Menschen. agzente plus besuchte ihn in seinem minimalistischen Büro hoch über dem Willy-Brandt-Platz. Hier ist alles etwas improvisiert, im Herbst zieht das Büro um in den Grünen Hof, wo es mehr Platz und barrierefreien Zugang geben wird.

Einfache Sprache, leichte Sprache – ein Erklärungsversuch

Spätestens seit das Bundes-Gleichstellungs-Gesetz 2015 in Kraft ist, steht die einfache Sprache auch bei den Kommunen auf der Tagesordnung. Unter dem Gesichtspunkt der Teilhabe ist es wichtig, dass sich Alle aus erster Hand informieren können. Beispielsweise auch Menschen mit Lern-Schwierigkeiten oder Menschen, die nicht gut Deutsch sprechen. Denn nur wer gut informiert ist, kann auch selbst Entscheidungen treffen. Daher ist auch die Stadt Ulm angehalten, mit ihren Bürgern verständlich zu kommunizieren.