Natur und Umwelt

Essen ist politisch

Dieses System setzt auf eine industriell organisierte Landwirtschaft. Mit massiven Folgeschäden für das Grundwasser, für die Bodenqualität, für das Überleben der Insekten, für eine artgerechte Tierhaltung, für den Klimawandel, für die Artenvielfalt. Kostenverzerrende Billigpreise im Lebensmittelhandel und Wegwerfmentalität als Nebenprodukt. 

Sonnenenergie vom Acker

Tief hängenden Wolken spiegeln sich in den Modulen des Solarparks in der welligen Landschaft der Kuppenalb. Seit 2017 liefert die PV-Anlage im Süden der Ortschaft Bühlenhausen auf der Schwäbischen Alb klimafreundlichen Strom für rund 850 Haushalte. Mit einer Leistung von 2,7 Megawatt (MWp) zählt sie eher zu den kleineren im Lande. Die ehemalige Mülldeponie der Gemeinde Berghülen gilt als „Konversionsfläche“ mit geringer Bedeutung für die Landwirtschaft und wird deshalb zur Energiegewinnung staatlich gefördert. Seit dem Solarboom in den Jahren nach 2010 sind auch solche Flächen knapp.

Grüne Pläne für den "Weinberg"

Der Bebauungsplan „Am Weinberg“ von 2018 legt für das insgesamt 9 Hektar große Areal der ehemaligen Kaserne nur Flächen und Geschosshöhen der möglichen Gebäude fest. Schrittweise werden die einzelnen Bauabschnitte jetzt zur Vergabe ausgeschrieben, wobei ein fester Anteil für Baugemeinschaften reserviert ist. Aktuell stehen 9 Baufelder zur Vergabe, etwa die Hälfte der Gesamtfläche. Bis April 2021 will der zuständige Ausschuss über die Gewinner entscheiden. Dabei wendet die Stadt ein Verfahren an, das bereits am Safranberg erfolgreich war.

Tschüss Kohle! Künftig macht das Gas Dampf

Aktuell ist das Fernwärmenetz 160 Kilometer lang und führt bis auf den Eselsberg ins Univiertel. Auch die komplette Innenstadt, ein Teil der Weststadt, Böfingens, Wiblingens und fast das ganze Industrie- und Gewerbegebiet Donautal werden mit Wärme - und auch Kälte - versorgt. In den kommenden Jahren sollen das Wohngebiet am Safranberg und das Stadtquartier „Am Weinberg“ hinzu kommen.

Ein Grünring rund um Ulm für die Landesgartenschau

Mit der Entwicklung verbindet die Stadt Ulm mehrere Ziele: Auf den einbezogenen Flächen sollen Freiräume zurückerobert und die Verkehrsdominanz reduziert werden. Die Ökologie soll aufgewertet und die Biodiversität gestärkt werden. Und nicht zuletzt soll die historische Ulmer Festungsanlage mit dem Ehinger Tor, Blaubeurer Tor und der Wilhelmsburg besser in den Stadtraum integriert werden.

Neustart in eine bessere Welt

Lokale Lieferplattformen, nachbarschaftliche Hilfen, Videokonferenzen, bei manchen mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, das sind Entwicklungen, die sich durch die hinter uns (und sicher auch noch vor uns) liegenden Corona-Maßnahmen ergeben oder verstärkt haben. Was wollen und können wir mitnehmen in eine bessere Zukunft, aus dieser Zeit, die wir am liebsten so schnell wie möglich hinter uns bringen wollen? 

#wirbleibenzuhause

Ein Anlass, um längst überfällige Veränderungen anzustoßen. Was ist notwendig und wie viel Action brauchen wir für ein erfülltes Leben? Muss es jedes Jahr eine Fernreise oder Kreuzfahrt sein? Ist etwas mehr Ruhe und Aufmerksamkeit für das eigene Heim, die Nachbarn oder das Wohnviertel nicht auch erstrebenswert? Oder kehren wir nach dem Krisenmodus möglichst schnell zum alltäglichen Terminwahnsinn zurück?

Warum ist ulmGrün eigentlich blau?

"Ein tolles Buch! Aber was Du mir erklären musst: Warum ist die Titelseite des Buches gar nicht grün, sondern blau?", so kam eine Kollegin auf die Herausgeberin im November zu, und natürlich erhielt sie postwendend eine schlüssige Erklärung. Das Titelbild, das ein typisches Ulmer Altstadtgebäude mit einem davorstehenden Baum zur sogenannten "blauen Stunde" zeigt, also zu jener Zeit zwischen Tag und Nacht, zu der der Himmel in einem satten Blau leuchtet und die gesamte Umgebung wie in bläuliches Licht getaucht wirkt. "Wir wollten mit der überraschenden Farbgebung Spannung erzeugen.

Nah-Wachsendes essen

Fotos: Isabella Hafner
 

Dieses Woche liegen in den grünen Mehrweg-Kisten ein Salat, ein Kohlrabi, Petersilie, Schlangengurken, Rote Bete, Erdbeeren und Rucola. Es ist aber immer ein bisschen eine Überraschung, mit was dienstags die mittlerweile schon sieben Verteilerstationen - die Depots - in Ulm und Neu-Ulm gefüllt sind. Einen Tag vorher wird das Geheimnis per Newsletter gelüftet.