Klimaschutz

Essen ist politisch

Dieses System setzt auf eine industriell organisierte Landwirtschaft. Mit massiven Folgeschäden für das Grundwasser, für die Bodenqualität, für das Überleben der Insekten, für eine artgerechte Tierhaltung, für den Klimawandel, für die Artenvielfalt. Kostenverzerrende Billigpreise im Lebensmittelhandel und Wegwerfmentalität als Nebenprodukt. 

Sonnenenergie vom Acker

Tief hängenden Wolken spiegeln sich in den Modulen des Solarparks in der welligen Landschaft der Kuppenalb. Seit 2017 liefert die PV-Anlage im Süden der Ortschaft Bühlenhausen auf der Schwäbischen Alb klimafreundlichen Strom für rund 850 Haushalte. Mit einer Leistung von 2,7 Megawatt (MWp) zählt sie eher zu den kleineren im Lande. Die ehemalige Mülldeponie der Gemeinde Berghülen gilt als „Konversionsfläche“ mit geringer Bedeutung für die Landwirtschaft und wird deshalb zur Energiegewinnung staatlich gefördert. Seit dem Solarboom in den Jahren nach 2010 sind auch solche Flächen knapp.

Energiewende und Klimaschutz: Ohne die Politik geht es nicht!

Blickt man auf die bisherigen Erfolge beim Klimaschutz, klafft eine Lücke zwischen den Zielen auf Landes- wie auf Bundesebene und deren Umsetzung. Die Windkraft - ausgebremst durch mehrjährige Genehmigungsverfahren und anspruchsvolle Naturschutzvorgaben. Solarstrom - aus dem Tritt gekommen durch unwirtschaftliche Rahmenbedingungen und rechtliche Hürden. Die Wärmewende im Gebäudesektor - in Verruf geraten durch eine kurzsichtige Diskussion über vermeintlich hohe Kosten.

Das "Haus der Nachhaltigkeit" stellt sich vor

Unter dem Motto: "Gemeinsam Zukunft nachhaltig gestalten - für mich, für dich, für alle" will das "Haus der Nachhaltigkeit" Netzwerk und Wandelwerkstatt sein. Bürger:innen, Vereine, Initiativen, NGOs, Unternehmen, Kommunen und die Wissenschaft sollen hier zusammenkommen, um gemeinsam den sozialen, ökonomischen, ökologischen, technologischen und ethischen Wandel in der Region zu gestalten.

www.h-d-n.org

Tschüss Kohle! Künftig macht das Gas Dampf

Aktuell ist das Fernwärmenetz 160 Kilometer lang und führt bis auf den Eselsberg ins Univiertel. Auch die komplette Innenstadt, ein Teil der Weststadt, Böfingens, Wiblingens und fast das ganze Industrie- und Gewerbegebiet Donautal werden mit Wärme - und auch Kälte - versorgt. In den kommenden Jahren sollen das Wohngebiet am Safranberg und das Stadtquartier „Am Weinberg“ hinzu kommen.

Energiewende auf dem Balkon

Die Idee stammt aus einer Bürgerwerkstatt im Rahmen des Digitalisierungs-Projekts zukunftskommune@bw im Frühjahr 2019. Die Beteiligten fragten sich, wie man auch als Mieter*in ohne Eigenheim etwas für die Energiewende tun kann. So entstand neben dem „smarten Gemüsebeet“ und der Klima-Messung per LORAWAN die Projektidee zur haushaltseigenen Stromversorgung über Solarmodule. Klingt recht einfach, denn Photovoltaik (PV) ist ja nichts Neues.

lokale agenda schlägt Ulmer Klimainitiative vor

Die Arbeit der letzten beiden Jahre war zuletzt stark durch die pandemiebedingten Beschränkungen geprägt. Persönliche Treffen oder öffentliche Veranstaltungen, von denen die Diskurse der lokalen agenda leben, waren zu einem großen Teil eingeschränkt. "Dennoch war es wichtig, mit unseren Themen präsent und im Gespräch zu bleiben", so der langjährige Vorsitzende.

Ulm wird Wasserstoffregion

Nach dem Corona-Schock scheint auch der politische Wille vorhanden, um die Energie- und Mobilitätswende endlich in Angriff zu nehmen. Mit 300.000 € wird das bereits 2019 beantragte Programm „H2 PURe“ der Städte Ulm und Neu-Ulm im Verbund mit den Landkreisen, Hochschulen und Instituten in der ersten Phase durch das Bundes-Verkehrsministerium gefördert. „Mit starken Projektpartnern aus Forschung und Industrie sind wir im Programm ‚HyLand‘ ganz vorne dabei“, erläutert Marius Pawlak, Leiter der Zentralstelle im Ulmer Rathaus.

Nachhaltig mobil zu den Perlen der Donau

Den CO2 ärmsten Urlaub verbringt man auf „Balkonien“. Wen aber dennoch das Fernweh packt, kann darauf achten einen möglichst geringen touristischen Klima-Fußabdruck zu hinterlassen. Einen Einfluss darauf hat die An-und Abreise inkl. der Mobilität vor Ort, aber auch Unternehmungen und Ausflüge sowie die Verpflegung und Unterkunft. Der Anteil der Mobilität an den CO2 Emissionen des Tourismus ist dabei mit 76% (UNEP & UNWTO 2007) am höchsten.

Offener Brief des AK Energie zur Energiewende: An die Bundestagsabgeordneten unserer Region

Im Gegensatz zur Viruspandemie wird das Fieber des Erdklimas nicht mit Abstandhalten, Masken, Medikamenten und Impfstoffen erfolgreich zu bekämpfen sein. Über viele Jahre haben die Entscheidungsträger den Klimawandel auf die lange Bank geschoben. Wohl immer in der trügerischen Hoffnung, dass ja noch ausreichend Zeit zum Handeln sei. Die Fieberkurve der Erderwärmung, die damit verbundenen zunehmenden Dürreperioden, punktueller Starkregen mit negativen Folgen für die Wälder, Felder und unseren Lebensraum, zwingt uns heute, eine lebenswerte Zukunft zu sichern.