Energie

Tschüss Kohle! Künftig macht das Gas Dampf

Aktuell ist das Fernwärmenetz 160 Kilometer lang und führt bis auf den Eselsberg ins Univiertel. Auch die komplette Innenstadt, ein Teil der Weststadt, Böfingens, Wiblingens und fast das ganze Industrie- und Gewerbegebiet Donautal werden mit Wärme - und auch Kälte - versorgt. In den kommenden Jahren sollen das Wohngebiet am Safranberg und das Stadtquartier „Am Weinberg“ hinzu kommen.

Energiewende auf dem Balkon

Die Idee stammt aus einer Bürgerwerkstatt im Rahmen des Digitalisierungs-Projekts zukunftskommune@bw im Frühjahr 2019. Die Beteiligten fragten sich, wie man auch als Mieter*in ohne Eigenheim etwas für die Energiewende tun kann. So entstand neben dem „smarten Gemüsebeet“ und der Klima-Messung per LORAWAN die Projektidee zur haushaltseigenen Stromversorgung über Solarmodule. Klingt recht einfach, denn Photovoltaik (PV) ist ja nichts Neues.

Strom von der Sonne: So können auch Mieter profitieren

Plug & Play – mit Solarmodulen direkt ans Netz
Es kann so einfach sein: Solarmodul auf den Balkon – Kabel verlegen – einstecken – fertig. Was bis vor wenigen Jahren technikaffinen Bastlern vorbehalten war, ist inzwischen standardmäßig erhältlich. Steckerfertige Mini-Anlagen, auch PV-Plug genannt, dürfen in Deutschland mit bis zu 600 Watt Leistung im Haushalt genutzt werden. Dies entspricht etwa zwei Standard-Modulen (Fläche je ca. 100cm x 170cm), die z.B. an der Balkonbrüstung fest installiert werden.

lokale agenda schlägt Ulmer Klimainitiative vor

Die Arbeit der letzten beiden Jahre war zuletzt stark durch die pandemiebedingten Beschränkungen geprägt. Persönliche Treffen oder öffentliche Veranstaltungen, von denen die Diskurse der lokalen agenda leben, waren zu einem großen Teil eingeschränkt. "Dennoch war es wichtig, mit unseren Themen präsent und im Gespräch zu bleiben", so der langjährige Vorsitzende.

Die Zukunft beginnt mit dem Wasserstoff

Rund 9 Milliarden Euro aus dem Corona-Konjunkturpaket sollen als Fördermittel im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie fließen. Ein „Green Deal“ im großen Maßstab. Und vieles spricht für Wasserstoff als Energiespeicher, denn die Batterietechnik ist besonders im Fahrzeugbereich aufwändig und nicht gerade ressourcenschonend. Wasserstoffantriebe mit Brennstoffzellen dagegen sind CO²-neutral – vorausgesetzt, es wird „grüner“ Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen eingesetzt.

Ulm wird Wasserstoffregion

Nach dem Corona-Schock scheint auch der politische Wille vorhanden, um die Energie- und Mobilitätswende endlich in Angriff zu nehmen. Mit 300.000 € wird das bereits 2019 beantragte Programm „H2 PURe“ der Städte Ulm und Neu-Ulm im Verbund mit den Landkreisen, Hochschulen und Instituten in der ersten Phase durch das Bundes-Verkehrsministerium gefördert. „Mit starken Projektpartnern aus Forschung und Industrie sind wir im Programm ‚HyLand‘ ganz vorne dabei“, erläutert Marius Pawlak, Leiter der Zentralstelle im Ulmer Rathaus.

Grüner Wasserstoff aus Ökostrom und Biomasse

Wasserstoff (H2) lässt sich in einem sehr einfachen elektrochemischen Prozess erzeugen: Durch Einleiten von Gleichstrom in Wasser bilden sich an den Polen Wasserstoff und Sauerstoff (Elektrolyse).Viele werden sich dabei an den Chemieunterricht erinnern: Der Wasserstoff wurde in einem Reagenzglas aufgefangen und an einer Flamme zur Explosion gebracht. Natürlich kann man die Reaktion mit Sauerstoff auch wesentlich gezielter ablaufen lassen, z.B.

Neue Forschungsfabrik für Brennstoffzellen in Ulm

Im Gegensatz zu batteriebetriebenen E-Mobilen wird bei ihnen der Strom direkt an Bord aus Wasserstoff und Luft erzeugt. Ihr Vorteil liegt vor allem in der schnellen Betankung sowie einer größeren Reichweite bei geringerem Gewicht als bei Batteriefahrzeugen. Neben bereits serienreifen PKW-Modellen können Wasserstoffantriebe künftig auch wichtige Einsatzbereiche von Dieselmotoren übernehmen, vom Reisebus bis zum Seeschiff. Um die Technologie in entsprechenden Stückzahlen auf den Markt zu bringen, ist eine Industrialisierung der Brennstoffzellen-Produktion erforderlich.

Schwere Nutzfahrzeuge mit H2-Antrieb made in Ulm

Dank der langen Tradition im Nutzfahrzeugbau und der führenden Position der Wasserstoffforschung in Ulm wurde der IVECO-Standort im Donautal zum europäischen Produktionszentrum für den neuen Nikola TRE auserkoren. 40 Millionen Euro wird das Konsortium aus IVECO, CNH Industrial und Nikola Corporation in der ersten Phase in den Standort investieren, um die Produktion in kürzester Zeit hochzufahren. Die Markteinführung der Brennstoffzellen-Trucks ist für 2023 geplant. Die Batterieversion soll bereits ab 2021 zu haben sein.

Offener Brief des AK Energie zur Energiewende: An die Bundestagsabgeordneten unserer Region

Im Gegensatz zur Viruspandemie wird das Fieber des Erdklimas nicht mit Abstandhalten, Masken, Medikamenten und Impfstoffen erfolgreich zu bekämpfen sein. Über viele Jahre haben die Entscheidungsträger den Klimawandel auf die lange Bank geschoben. Wohl immer in der trügerischen Hoffnung, dass ja noch ausreichend Zeit zum Handeln sei. Die Fieberkurve der Erderwärmung, die damit verbundenen zunehmenden Dürreperioden, punktueller Starkregen mit negativen Folgen für die Wälder, Felder und unseren Lebensraum, zwingt uns heute, eine lebenswerte Zukunft zu sichern.