Mobilität

Initiative für den Fußverkehr kommt bei der Stadtpolitik gut an

Der Gehweg zu schmal, die Ampelphase zu kurz, der Auto- und Radverkehr mit wenig Rücksicht unterwegs - diese Situationen kennen wir alle. Denn "ob wir mit dem ÖPNV, dem PKW, dem Fahrrad oder zu Fuß kommen: Am Ende, bei Einkauf, Information oder Aufenthalt, sind wir alle Fußgängerinnen und Fußgänger", sagt Günther Krämer, Gründungsmitglied der AG Fußverkehr. Eine für FußgängerInnen attraktive Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität ist nach seiner Auffassung ein Beitrag zum Klimaschutz, denn zu Fuß gehen ist die klimafreundlichste Art der Mobilität und außerdem gesund.

Neue Forschungsfabrik für Brennstoffzellen in Ulm

Im Gegensatz zu batteriebetriebenen E-Mobilen wird bei ihnen der Strom direkt an Bord aus Wasserstoff und Luft erzeugt. Ihr Vorteil liegt vor allem in der schnellen Betankung sowie einer größeren Reichweite bei geringerem Gewicht als bei Batteriefahrzeugen. Neben bereits serienreifen PKW-Modellen können Wasserstoffantriebe künftig auch wichtige Einsatzbereiche von Dieselmotoren übernehmen, vom Reisebus bis zum Seeschiff. Um die Technologie in entsprechenden Stückzahlen auf den Markt zu bringen, ist eine Industrialisierung der Brennstoffzellen-Produktion erforderlich.

Schwere Nutzfahrzeuge mit H2-Antrieb made in Ulm

Dank der langen Tradition im Nutzfahrzeugbau und der führenden Position der Wasserstoffforschung in Ulm wurde der IVECO-Standort im Donautal zum europäischen Produktionszentrum für den neuen Nikola TRE auserkoren. 40 Millionen Euro wird das Konsortium aus IVECO, CNH Industrial und Nikola Corporation in der ersten Phase in den Standort investieren, um die Produktion in kürzester Zeit hochzufahren. Die Markteinführung der Brennstoffzellen-Trucks ist für 2023 geplant. Die Batterieversion soll bereits ab 2021 zu haben sein.

Auf zwei Rädern mit Abstand am schnellsten

Im Frühjahr 2020 schnellte der Verkauf von Rädern (mit und ohne E-Antrieb) um 30 % in die Höhe, viele Händler sind ausverkauft. Doch die Ulmer Fahrrad-Infrastruktur ist längst nicht für diesen Zuwachs gerüstet. Angesichts oft fehlender oder zu schmaler Radwege ist das geforderte Abstandsgebot von 1,5 m kaum einzuhalten. Viele Ulmer Organisationen setzen sich daher besonders fürs Radfahren ein und propagieren z.B. „PopUp-BikeLanes“, also temporär eingerichtete, geschützte Spuren für den Radverkehr.

Nachhaltig mobil zu den Perlen der Donau

Den CO2 ärmsten Urlaub verbringt man auf „Balkonien“. Wen aber dennoch das Fernweh packt, kann darauf achten einen möglichst geringen touristischen Klima-Fußabdruck zu hinterlassen. Einen Einfluss darauf hat die An-und Abreise inkl. der Mobilität vor Ort, aber auch Unternehmungen und Ausflüge sowie die Verpflegung und Unterkunft. Der Anteil der Mobilität an den CO2 Emissionen des Tourismus ist dabei mit 76% (UNEP & UNWTO 2007) am höchsten.

Radverkehr in den Niederlanden – von unseren Nachbarn lernen?

Auch in Holland wird gern und viel Auto gefahren. In den 1970er-Jahren kam es wegen zahlreicher tödlicher Fahrrad-Unfälle und einem drohenden Verkehrsinfarkt in den Städten zu massiven Protesten der Bevölkerung, die ein Umdenken in der Verkehrspolitik bewirkten. Der Referent ist häufig beruflich in den Niederlanden unterwegs und hat dort als überzeugter Radfahrer die Entwicklung über viele Jahre mit verfolgt. Dabei stellte er fest, dass die Radverkehrs-Politik in den Niederlanden einige wesentliche Unterschiede zu der unsrigen aufweist.

Mehr Leben, weniger Blech

Warum nicht mal auf einem Parkplatz singen und tanzen oder Blumen blühen lassen oder Geschichten vorlesen? An Ideen mangelt es im Vorbereitungsteam für den nächsten Ulmer Green Parking Day nicht, und auch dieses Jahr sind in den Gassen nördlich des Münsters wieder vielfältige Gruppen und Geschäfte mit erstaunlichen Angeboten dabei.

Umweltgerecht durch die Kulturnacht

Kunst spiegelt den Zeitgeist der Gesellschaft und regt uns zum Überdenken des eigenen Handelns an. Die Kulturschaffenden können durch ihr Wirken positive Impulse für Veränderungen setzen. So sieht es auch Christian Pfeifer von der Kulturabteilung der Stadt Ulm, u.a. Geschäftsführer der Kulturnacht Ulm/Neu-Ulm GbR. "Wir sehen bei der lokalen Kulturszene auch eine Verantwortung für die Gesellschaft. Durch kreative Ideen und künstlerische Auseinandersetzung lässt sich viel mehr bewirken als durch Vorschriften oder Verbote. Der Erlebnisfaktor spielt da eine große Rolle."

Parkst Du noch oder lebst Du schon?

Der erste Green Parking Day weltweit wurde 2005 von einem Designstudio in San Francisco veranstaltet. In der Innenstadt von San Francisco werden rund 70 Prozent der Außenflächen fürs Parken verwendet. Warum nicht auch mal etwas anderes  auf diesen Flächen veranstalten? Die Initiatoren suchten sich einen sonnigen Parkplatz, warfen Geld in die Parkuhr und verwandelten den Stellplatz für zwei Stunden in einen öffentlichen Park mit Bank und Wiese - die Idee des Green Parking Day war geboren, die seitdem jedes Jahr an einem Tag im Herbst in vielen Städten rund um die Welt umgesetzt wird.