Stadtentwicklung

Adenauerbrücke soll leistungsfähiger werden: Für die autogerechte Stadt

Die Adenauerbrücke ist die wichtigste der drei Auto-Brücken über die Donau in Ulm. Über sie fließt der Verkehr der B10, sie ist als Verteiler zur B28 Richtung Westen wichtig, aber auch zur B311 nach Erbach. Auf ihr gelangt man zur A8 und Richtung A7 in den Süden. Wer aus Stuttgart ins Allgäu oder nach Österreich will, nimmt nicht den Umweg übers Kreuz Elchingen. Er kürzt ab durch die Stadt.

Parken - Ein von der Allgemeinheit subventionierter Luxus?

Langsam ruckeln Autos über das Kopfsteinpflaster im Fischerviertel: Parkplatzsuche. Doch hier ein Halteverbot, da dürfen nur Patienten parken, woanders nur Bewohner. Ein Bewohner gibt zu, dass er selbst oft bis zu einer halben Stunde suche. Vor allem nervt ihn, dass manch einer sich einfach seine eigene, experimentelle Lösung erlaubt: „Manche parken hier wie die Wilden. Dieser Rollerfahrer zum Beispiel, der macht’s ganz interessant. Immer wenn er mit dem Auto weg muss, stellt er einfach seinen Roller auf den Parkplatz.

Das Ehinger Tor: Utopie oder Zukunft?

Wenn man nebenbei noch einen Blick riskiert auf das steinerne Monument, den Torbogen, der diesem Knoten vor fast 200 Jahren seinen Namen gegeben hat - naja, dann hat man eh verloren. Ist man dagegen als Fußgänger oder Radler unterwegs in die Weststadt, dann muss man diese breiten Straßen mit den vielen Ampeln überwinden. Man hangelt sich von (Verkehrs-)Insel zu (Verkehrs-)Insel, dazwischen der nicht abreißende Strom an Verkehr. Die B10 verläuft zwar teils unter dem Ehinger Tor, in der Erde, aber oben drüber liegt nochmal ein großer Teppich Straßen. Sie zerschneiden Ulm.

Werden Sie Stadtteilgestalter*in

Kurzzeitengagements bietet engagiert in ulm schon seit vielen Jahren an. Ob Kuchen backen, die Mithilfe bei einer Veranstaltung, handwerkliche Tätigkeiten, die Mitwirkung bei der Organisation und Durchführung von Projekten oder die Begleitung bei Ausflügen – alle Engagements, die unverbindlich, lokal und zeitlich befristet sind, sind hier möglich.

Grüne Pläne für den "Weinberg"

Der Bebauungsplan „Am Weinberg“ von 2018 legt für das insgesamt 9 Hektar große Areal der ehemaligen Kaserne nur Flächen und Geschosshöhen der möglichen Gebäude fest. Schrittweise werden die einzelnen Bauabschnitte jetzt zur Vergabe ausgeschrieben, wobei ein fester Anteil für Baugemeinschaften reserviert ist. Aktuell stehen 9 Baufelder zur Vergabe, etwa die Hälfte der Gesamtfläche. Bis April 2021 will der zuständige Ausschuss über die Gewinner entscheiden. Dabei wendet die Stadt ein Verfahren an, das bereits am Safranberg erfolgreich war.

Initiative für den Fußverkehr kommt bei der Stadtpolitik gut an

Der Gehweg zu schmal, die Ampelphase zu kurz, der Auto- und Radverkehr mit wenig Rücksicht unterwegs - diese Situationen kennen wir alle. Denn "ob wir mit dem ÖPNV, dem PKW, dem Fahrrad oder zu Fuß kommen: Am Ende, bei Einkauf, Information oder Aufenthalt, sind wir alle Fußgängerinnen und Fußgänger", sagt Günther Krämer, Gründungsmitglied der AG Fußverkehr. Eine für FußgängerInnen attraktive Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität ist nach seiner Auffassung ein Beitrag zum Klimaschutz, denn zu Fuß gehen ist die klimafreundlichste Art der Mobilität und außerdem gesund.

Ein Grünring rund um Ulm für die Landesgartenschau

Mit der Entwicklung verbindet die Stadt Ulm mehrere Ziele: Auf den einbezogenen Flächen sollen Freiräume zurückerobert und die Verkehrsdominanz reduziert werden. Die Ökologie soll aufgewertet und die Biodiversität gestärkt werden. Und nicht zuletzt soll die historische Ulmer Festungsanlage mit dem Ehinger Tor, Blaubeurer Tor und der Wilhelmsburg besser in den Stadtraum integriert werden.

Radverkehr in den Niederlanden – von unseren Nachbarn lernen?

Auch in Holland wird gern und viel Auto gefahren. In den 1970er-Jahren kam es wegen zahlreicher tödlicher Fahrrad-Unfälle und einem drohenden Verkehrsinfarkt in den Städten zu massiven Protesten der Bevölkerung, die ein Umdenken in der Verkehrspolitik bewirkten. Der Referent ist häufig beruflich in den Niederlanden unterwegs und hat dort als überzeugter Radfahrer die Entwicklung über viele Jahre mit verfolgt. Dabei stellte er fest, dass die Radverkehrs-Politik in den Niederlanden einige wesentliche Unterschiede zu der unsrigen aufweist.