Nachhaltiger Konsum

Die Klimawette: Ulm nimmt die Wette an!

Die Initiatoren der bundesweiten Klimawette - GermanZero, verschiedene For-Future-Organisationen und andere - wollen eine Million Menschen finden, die bis zur nächsten UN-Klimakonferenz im November in Glasgow eine Million Tonnen CO2-Emissionen einsparen, Heruntergerechnet auf Ulm sind das beeindruckende 1900 Personen und damit 1900 Tonnen. Dabei ist natürlich wichtig zu wissen, dass die Deutschen im Schnitt 10 bis 11 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr verursachen: inklusive Konsumverhalten, Ernährung und andere mehr oder weniger versteckte, sogenannte graue Emissionen.

Essen ist politisch

Dieses System setzt auf eine industriell organisierte Landwirtschaft. Mit massiven Folgeschäden für das Grundwasser, für die Bodenqualität, für das Überleben der Insekten, für eine artgerechte Tierhaltung, für den Klimawandel, für die Artenvielfalt. Kostenverzerrende Billigpreise im Lebensmittelhandel und Wegwerfmentalität als Nebenprodukt. 

Über die Wiederentdeckung der Albleisa

„Linsen haben mir einfach schon immer geschmeckt. Und ich habe mich gefragt, warum die von so weit herkommen müssen. Mich hat es dann so gereizt, etwas anzubauen, was früher hier auf der Alb ganz selbstverständlich angebaut wurde.“ Als der Diplombiologie und spätere Vollerwerbslandwirt Woldemar Mammel, der heute 78 Jahre alt ist, Anfang der 1980er Jahre den Versuch startet, am Rand seines Heimatdorfs Lauterach im beschaulichen Lautertal auf der Schwäbischen Alb, wieder Linsen anzubauen, da gelten „Späths Alblinsen I und II“ - genannt: die Kleine und die Große -  als verschollen.

Noch selten aber tierlieb: Die neue Mutter-Kind-Haltung

Herr Spiegel, warum haben Sie diesen Weg eingeschlagen?
Weil der konventionelle Weg, oder eben wie man es früher gemacht hat, nämlich der Mutter das Kalb wegzunehmen und mit dem Eimer aufzuziehen, sehr schmerzhaft ist. Die Mutter sucht ihr Kalb - das blökt nach der Mutter. Wenn man sich das mit anschauen muss, fragt man sich: Warum macht man das eigentlich? Ist das wirklich so praktisch oder geht’s auch anders gut? Einer meiner Mitarbeiter schlug dann die mutter- und ammengebundene Aufzucht vor. 

Aus dem Leben eines Landwirts

Herr Gölz, Sie sind Landwirt in Ehingen. Wie sehen Sie die zunehmend angespannte Beziehung  zwischen Verbrauchern und Landwirten?
Angespannt würde ich nicht grundsätzlich sagen. Aber in den Medien werden immer nur die extremen Negativfälle aus der Landwirtschaft präsentiert. Übergroße Tierhaltungen, wo dann die Tiere schlecht versorgt werden. Das sind Ausnahmen. Die meisten Landwirte legen Wert auf eine möglichst artgerechte Tierhaltung. 

Das "Haus der Nachhaltigkeit" stellt sich vor

Unter dem Motto: "Gemeinsam Zukunft nachhaltig gestalten - für mich, für dich, für alle" will das "Haus der Nachhaltigkeit" Netzwerk und Wandelwerkstatt sein. Bürger:innen, Vereine, Initiativen, NGOs, Unternehmen, Kommunen und die Wissenschaft sollen hier zusammenkommen, um gemeinsam den sozialen, ökonomischen, ökologischen, technologischen und ethischen Wandel in der Region zu gestalten.

www.h-d-n.org

Ein Lieferkettengesetz muss her!

Die Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitnehmerrechten, die Sicherstellung von guten Arbeitsbedingungen und Umweltschutz sind die Grundlage für eine nachhaltige weltweite Entwicklung und ein friedliches und respektvolles Miteinander. Dies gilt auch für globale Lieferketten. Wenige Staaten sind wirtschaftlich so stark international verflochten wie die Deutschland. Die Bundesregierung hat daher von 2016 bis 2020 einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte erarbeitet.

Die 17 Ziele auf Schwäbisch - nicht nur für Schwaben!

Aus diesem Grund gibt es nun eine regionale Übersetzung von der Stadt Ulm,  mit einer kreativen und humorvollen Interpretation auf 17 Bierdeckeln. Sie sollen die globalen Nachhaltigkeitsziele mit der regionalen, schwäbischen Mundart verknüpfen und die Menschen zum Schmunzeln, Nachdenken und Diskutieren bringen.
Auf der Rückseite sind die Symbole der 17 Ziele abgebildet und das vorderseitig behandelte Ziel mit kurzem Satz erläutert. So wird das Lokale visuell und thematisch mit dem Globalen verbunden.

Ein super Markt!

Jede Woche radelt die Offenhausenerin am Samstagvormittag an der Donau entlang zum Markt auf dem Münsterplatz. „Wenn ich jetzt hier richtig einkaufe, muss ich nicht mehr groß in den Supermark.“ Jedesmal kaufe sie noch mehr. Trotzdem seien die Produkte, die hier auf dem Markt überwiegend in der Region produziert wurden, nicht unbedingt teurer als im Supermarkt.